Private Residences Madeira: Palheiro Villages

Auszug ein artikel von Ulf C. Göttges – BELLEVUE (Die Schönsten Immobilien der Welt)

Auf Madeira eröffnete ein Private-Residence-Projekt in einer atemberaubenden Lage. Schönere Aussichten sind schwer zu finden

Mit einem freundlichen „Hola!“ auf den Lippen begrüßt der deutsche Reisende den Taxifahrer am Flughafen von Funchal. Der freundliche kleine Chauffeur erwidert den Gruß mit einem vielsagenden Lächeln und antwortet „Bom dia!“, wobei er jedes Wort einzeln und deutlich betont. Er kennt das schon – die Gäste aus Deutschland sind so sehr auf „España“ fixiert, dass sie, sobald sie eine Insel betreten, reflexartig in ihr Urlaubsspanisch verfallen. Aber das hier ist Madeira, ein Teil Portugals, obwohl die Insel beinahe tausend Kilometer von der heimatlichen Küste entfernt im Atlantik liegt. Und hier heißt es „Bom dia“.

Früher, berichtet der Chauffeur in sehr gutem Englisch, dauerte die Fahrt nach Funchal eineinhalb Stunden. Berg rauf, Berg runter, Serpentinen, steile Abfahrten, nichts für schwache Mägen. Heute braucht das Taxi keine 15 Minuten auf einer Bilderbuchautobahn. Das verdanken die Einheimischen und die Besucher einem freundlichen älteren Herrn namens Alberto João Jardim. Seit 1978, also seit 30 Jahren, ist der ehemalige katholische Zeitungsverleger Präsident der autonomen Inselregierung. 30 Jahre – das riecht gewaltig nach einer heimlichen Diktatur. „Nie im Leben!“, ruft der Chauffeur aus, „der Mann ist einfach gut, darum wählen wir ihn immer wieder.“

Des Abends erscheint der Präsident persönlich. Palheiro Village, die erste Luxusvillenanlage der Insel, wird feierlich eröffnet. Fünf Minuten lang klingt seine Rede freundlich. Doch dann wechselt die Klangfarbe deutlich von Allegro zu Furioso. „Jetzt kriegt die Zentralregierung in Lissabon wieder ihr Fett weg“, übersetzt ein freundlicher Engländer, der den speziellen Zungenschlag des portugiesischen Inselidioms beherrscht. Alberto João Jardim gilt als kompromissloser Kämpfer für das Wohl Madeiras. Er beschaffte EU-Fördermittel und beschallte die Zentralregierung so lange, bis die Infrastruktur Madeiras zu blühen begann. Die Folge: Verirrten sich Anfang der siebziger Jahre nur rund 150.000 Touristen pro Jahr auf die Insel, waren es Mitte der neunziger Jahre 500.000. Und heute kommen eine Million Besucher.

Mallorca zieht zehnmal so viele Touristen an – aber das ärgert die Madeirenser nicht. Im Gegenteil, der Massentourismus ist nicht ihr Ziel, denn die ökologischen Folgen der jährlichen Invasion auf der rund 2.000 Kilometer östlich gelegenen Baleareninsel sind hier wohlbekannt. Und: Die Inselbewohner schätzen die Ruhe ihres beschaulichen Eilands. Zudem gäbe es hier gar keinen Platz für Strandrummel à la Ballermann, denn Madeira hat keine Strände. Stattdessen prägen spektakuläre Steilküsten die Silhouette.

Die Insel gleicht einem riesigen Garten – „der Garten Gottes“ sagen die Menschen hier. Und so wird sie auch behandelt: 75 Prozent der Fläche dürfen nicht bebaut werden. Mitten hindurch führen kleine, offene Kanäle, die das Wasser aus den Bergen oft über viele Kilometer zu den Feldern im Vorland leiten. Sie werden levadas genannt. Früher gingen die Bauern diese levadas regelmäßig ab, um sie sauber zu halten – und wanderten dabei stundenlang durch die verschiedenen Vegetationszonen bis hinauf zu den Gipfeln. Heute sind die Wanderungen längs der levadas das beliebteste Vergnügen für die ausländischen Gäste. Kein anderer Platz der Welt bietet Vergleichbares.

Am Rande dieses riesigen Gartens voller exotischer Bäume, Blumen, Gräser und Sträucher, liegt – auf einer der östlichen Anhöhen über Funchal – Palheiro Village. Ungläubig erkundigen sich ausländische Gäste der Eröffnungszeremonie, ob dies wirklich das erste und bisher einzige Private-Residence-Projekt der Insel sei. Ja, ist es. Wenn schon Tourismus, dann gut geplant, von höchster Qualität und so verwirklicht, dass sich niemand auf der Insel zehn Jahre später dafür schämen muss. Das ist die Entwicklungsphilosophie sowohl der Inselmächtigen als auch der Projektleitung.

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2 thoughts on “Private Residences Madeira: Palheiro Villages

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